Das Fischgut Seewiese


Fischverkauf

- am 23.12.2017 in Arnshausen 10:00 - 15:00 Uhr

- am 23.12.2017 in der Seewiese ganztägig geöffnet
- am 24.12.2017 in der Seewiese von 9:00 - 13:00 Uhr

 

 

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Fischgut

Deutschlands älteste Fischzucht-Anstalt

Sie liegt etwas versteckt abseits der Straße inmitten der Natur. Dabei braucht sich die Fischzuchtanstalt „Seewiese" bei Gräfendorf alles andere als zu verstecken: Sie gilt als älteste Fischzuchtanstalt in Deutschland. Bereits 1882 wurde sie vom königlichen Stabsauditeur Friedrich Zenk den See-Wiesen an der Ochsenbrunnenquelle im fränkischen Saaletal errichtet. Petra und Wolfgang Thurn halten die alte und lange Tradition noch heute aufrecht. „Seine Mayestät der König haben allergnädigst zu genehmigen geruht, dass das von dem Regiments-auditeur Zenk neu eingerichtete Fischgut den Namen ‚Seewiese' führe", schreibt das königl. Bayerische Staatsministerium am 28. Dezember 1882. In 30 Teichen wurden damals - heute sind es durch Wassermangel etwas weniger - Regenbogen- und Bachforellen, Bachsaiblinge und neuerdings auch Goldforellen - ein Albino der Regenbogenforelle - gezüchtet.
Das inzwischen renovierte Bruthaus von 1882 dient noch heute als Aufzuchtsanstalt von 500 000 Fischeiern. „Die Blutauffrischung ist bei der Aufzucht besonders wichtig", betonen die jetzigen Besitzer Petra und Wolfgang Thurn.
In alten Aufzeichnungen ist festgelegt, dass die Fischeier „auf 56 cm langen, 25 cm breiten länglich viereckigen Sieben aus verzinktem Eisendrahtnetz durch laufendes Wasser ausgebrütet werden". Die Forelle erfreue sich wegen ihres Wohlgeschmackes, ihres rosaroten Fleisches und ihrer Wüchsigkeit einer gewissen Berühmtheit. Früher wurden in der Seewiese auch Spiegelkarpfen, Zander, Goldorfe und Schleien gezüchtet.

 

Hoffest

Bei den Tagen der offenen Tür wollen die Besitzer Interessierten einen Einblick verschaffen in Erbrütung, Aufzucht und Vermarktung.

Sie finden regeläßig an Christi Himmelfahrt sowie an Maria Himmelfahrt statt.

Dort kann man auch beobachten, wie die Forellen in Naturteichen leben. Deren Laichzeit ist von Dezember bis Februar. Wolfgang Thurn beschreibt streift den Laich (Rogen) von den Muttertieren ab. Dieser wird mit dem Samen (Milcher) der männlichen Forellen vermischt und nach einer Stunde Ruhezeit sind die Eier befruchtet. In manchen Zuchtanstalten wird temperiertes Wasser verwendet, jedoch betreibt man in der Seewiese die Kaltwasseraufzucht. Der Verlust dabei liegt zwar bei etwa 30 %; die Kaltwasserzucht hat aber den Vorteil, dass nur robuste Fische überleben. Drei bis vier Jahre leben die Forellen in den Teichen mit einer Fläche von 2 Hektar und werden mit Naturnahrung gefüttert. Die Teiche müssen vor den vielen Fischreihern geschützt werden. „Die Kormorane haben sich verzogen", sagen Petra und Wolfgang Thurn. Laufende Kontrollgänge und ein genaues Beobachten in den Teichen sind sehr wichtig, denn auftretende Krankheiten durch Fischreiher oder Eisvögel, können große Schäden verursachen. Außer Forellen leben in Seewiese noch Kamerun-Schafe, Zwergkaninchen, glückliche Hühner...

 

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